Strategic sourcing in manufacturing - procurement cost reduction strategies for forged and cast components

Strategische Beschaffung: Kosten senken, ohne die Qualität zu opfern

Ein Schmiede- oder Gussteil wird nicht wirklich zum Preis auf der Rechnung gekauft. Es wird zu diesem Preis gekauft plus dem, was es kostet, wenn drei von fünfzig Stück die Prüfung nicht bestehen, wenn die Lieferung vier Wochen in Ihr Montagefenster hineinrutscht, oder wenn ein Gehäuse zwei Jahre später im Feld reisst. Diese Kosten landen in anderen Budgets als der Einkaufspreis – genau deshalb übersieht man sie im Moment der Entscheidung so leicht.

So schauen wir nach fünfzig Jahren im Einkauf dieser Teile auf eine Beschaffungsentscheidung: was vor der Vergabe zu prüfen ist, wie Europa und Asien wirklich abschneiden, wenn man alles einrechnet, und wo das Geld tatsächlich liegt.

Die versteckten Kosten der Billigbeschaffung

Viele Beschaffungsentscheidungen betrachten nur den Stückpreis. Die tatsächlichen Kosten eines Bauteils umfassen erheblich mehr als das, was auf der Rechnung steht.

Gesamtkosten: die realen Anteile

KostenfaktorTypischer AnteilWird oft übersehen?
Einkaufspreis40–60 % der GesamtkostenNein – den sieht jeder
Qualitätsfehler und Nacharbeit5–15 % ZusatzkostenJa – häufig übersehen
Expressfracht2–10 % ZusatzkostenJa – in Eilfällen
Prüfung und Wareneingang3–8 % ZusatzkostenJa – Risikominderung
Produktionsstillstand10–25 % möglicher VerlustJa – bei Lieferausfall
Gewährleistung und Kundenwirkungvariabel, kann erheblich seinJa – Feldausfälle

Ein Rechenbeispiel

Die folgenden Zahlen sind illustrativ und stammen nicht von einem bestimmten Kunden, aber die Struktur des Problems sehen wir regelmässig. Nehmen Sie 50 Gussteile, eingekauft 30 % unter Marktpreis – also 15 000 € gespart gegenüber dem Bestellwert. Und rechnen Sie dann zusammen, was ein nicht qualifizierter Lieferant üblicherweise zusätzlich kostet:

  • Drei Teile wegen Porosität zurückgewiesen – Ersatzteile
  • Die Lieferung verpasst den Montagetermin – Stillstandszeit der Linie
  • Luftfracht, um den Termin zu retten
  • Zusätzliche Wareneingangsprüfung bei allen Folgelosen
  • Ingenieurstunden für die Fehleruntersuchung

Bei einem Auftragswert von 50 000 € braucht es von dieser Liste nicht viel, um 15 000 € aufzuzehren. Es geht nicht um die genauen Zahlen, die je nach Teil und Werk schwanken. Es geht darum, dass jeder Posten auf dieser Liste einem anderen Budget belastet wird als dem, das die Einsparung verbucht hat – die Einsparung sieht also echt aus, bis jemand alles zusammenzählt.

Was strategische Beschaffung anders macht

Strategische Beschaffung bewertet Lieferanten ganzheitlich: Qualitätssystem, Termintreue, technische Fähigkeit und Gesamtkosten. Das Ergebnis ist oft kontraintuitiv – ein etwas höherer Stückpreis bei niedrigeren Gesamtkosten über das Programm.

Fünf Säulen, nach denen wir vorgehen

Über fünfzig Jahre hat sich ein Vorgehen herausgebildet, das Kosten senkt und die Qualität dabei hält oder verbessert. So funktioniert es:

1

Konsequente Lieferantenqualifizierung

Nicht jeder Lieferant ist gleich. Bevor ein Lieferant in unser Netzwerk kommt, durchläuft er:

  • Werksaudit: Begutachtung von Anlagen, Ausrüstung und Prozessen vor Ort
  • Prüfung des Qualitätssystems: ISO-Zertifizierungen, Prozesslenkung, Prüfmöglichkeiten
  • Technische Eignung: Kann er tatsächlich fertigen, was Sie brauchen?
  • Finanzielle Stabilität: Gibt es ihn nächstes Jahr noch?
  • Referenzen: Was sagen seine anderen Kunden?

Ergebnis: Unser Netzwerk von über 30 Lieferanten besteht aus Werken, denen wir unseren Ruf anvertrauen.

2

Passende Zuordnung

Der richtige Lieferant für das richtige Teil. Nicht jeder Lieferant passt zu jedem Projekt:

  • Spezialisierung: Bauteiltyp und Lieferantenkompetenz müssen zusammenpassen
  • Stückzahl: Kleinserienspezialisten gegenüber Grossserienfertigern
  • Technische Komplexität: Anspruchsvolle Teile brauchen entsprechende Fähigkeiten
  • Geografie: Europa für Komplexität und Tempo, Asien für Volumen und Preis
  • Werkstoffkompetenz: Manche Lieferanten sind bei bestimmten Legierungen oder Verfahren stark

Ergebnis: Jedes Projekt geht an den Lieferanten, der es am besten ausführen kann.

3

Vorbeugende Qualitätssicherung

Fehler verhindern, nicht nur entdecken. Qualität beginnt vor der Fertigung:

  • Werkstoffnachweis: Werkszeugnisse, chemische Analyse, Rückverfolgbarkeit
  • Erstmusterprüfung: Masse, mechanische und metallurgische Verifikation
  • Fertigungsbegleitende Kontrolle: Kritische Prüfpunkte während der Fertigung
  • Endprüfung: Vollständige Prüfung vor dem Versand
  • Dokumentation: Lückenlose Rückverfolgbarkeit und Zeugnisse

Ergebnis: Probleme werden früh erkannt, solange ihre Behebung günstig ist.

4

Transparente Kommunikation

Sie wissen jederzeit, wo Ihr Projekt steht. Keine Überraschungen, kein Rätselraten:

  • Ein Ansprechpartner: Eine Person bei INTEG betreut Ihr Projekt durchgehend
  • Regelmässige Updates: Wir melden uns von selbst, nicht erst auf Nachfrage
  • Abweichungsmanagement: Probleme werden sofort mit Korrekturmassnahmen adressiert
  • Terminsteuerung: Realistische Termine mit Puffer für Unvorhergesehenes
  • Technische Unterstützung: Konstruktive Hilfe, wo sie gebraucht wird

Ergebnis: Sie wissen, dass Ihre Bauteile termingerecht und spezifikationsgerecht ankommen.

5

Kontinuierliche Verbesserung

Über die Jahre gemeinsam besser werden. Mit der Lieferung endet die Beziehung nicht:

  • Leistungsmessung: Lieferantenbewertung zu Qualität, Termin und Kosten
  • Prozessoptimierung: Ansatzpunkte für bessere Abläufe und geringere Kosten
  • Konstruktionsfeedback: Hinweise zur fertigungsgerechten Gestaltung
  • Mengenbündelung: Bessere Preise, wenn die Zusammenarbeit wächst
  • Wissensaufbau: Mit der Zeit ein tieferes Verständnis Ihrer Anforderungen

Ergebnis: Jahr für Jahr Verbesserungen bei Kosten, Qualität und Service.

Europa oder Asien: die geografische Entscheidung

Eine der häufigsten Fragen im Einkauf lautet: Europa oder Asien? Eine pauschale Antwort gibt es nicht – sie hängt von Ihren konkreten Anforderungen ab.

Wofür Europa spricht

Technische Komplexität und Präzision

Wann Europa: Komplexe Geometrien, enge Toleranzen, Sonderwerkstoffe

Warum: Europäische Hersteller verfügen oft über moderne Anlagen, tiefe technische Erfahrung und Routine bei anspruchsvollen Spezifikationen. Deutsche, italienische und osteuropäische Lieferanten sind bei Präzisionsteilen stark.

Tempo

Wann Europa: Kurze Lieferzeiten, schnelle Muster, dringender Bedarf

Warum: Die Nähe bedeutet schnellere Transporte (Tage statt Wochen), einfachere Werksbesuche und bessere Abstimmung in ähnlichen Zeitzonen. Innerhalb der EU keine Zollverzögerungen.

Zertifizierung und Regelwerke

Wann Europa: Nukleartechnik, Luftfahrt, Druckgeräterichtlinie (PED), ATEX

Warum: Europäische Lieferanten kennen die EU-Vorschriften und halten die nötigen Zertifikate meist bereits. Dokumentation und Rückverfolgbarkeit sind etabliert.

Kleine Lose

Wann Europa: Mengen unter 50 Stück, Prototypen, Entwicklungsteile

Warum: Viele europäische Lieferanten sind auf kleine Serien eingerichtet und flexibel. Niedrigere Mindestmengen als in Asien.

Wofür Asien spricht

Kostenoptimierung

Wann Asien: Kostensensible Projekte, Ausschreibungen, enge Budgets

Warum: Niedrigere Lohnkosten und Skaleneffekte bringen bei geeigneten Bauteilen 20 bis 40 % Ersparnis. Am besten bei Standardwerkstoffen und -verfahren.

Serienfertigung

Wann Asien: Grosse Lose (100+ Stück), laufende Programme, stabile Konstruktion

Warum: Asiatische Hersteller sind auf Volumen mit effizienten Abläufen ausgelegt. Werkzeugkosten verteilen sich auf grössere Mengen.

Kapazität

Wann Asien: Grosse Bauteile, hohe Gewichte, erheblicher Kapazitätsbedarf

Warum: Ausgebaute Infrastruktur – grosse Öfen, schwere Pressen, umfangreiche Bearbeitungskapazität. Abmessungen, die europäische Lieferanten nicht abdecken.

Planbare Vorlaufzeit

Wann Asien: Projekte mit drei Monaten Vorlauf, strategischer Lageraufbau

Warum: Wenn kein Zeitdruck herrscht, sind längere Lieferzeiten beherrschbar – und werden durch Preis und Kapazität aufgewogen.

Die Kombination

Ein Portfolio schlägt die Entweder-oder-Frage

Statt „alles Europa“ oder „alles Asien“ entwickeln wir mit unseren Kunden eine ausgewogene Strategie:

  • Kritische Bauteile: Aus Europa, wegen Zuverlässigkeit und Qualitätssicherung
  • Standardbauteile: Aus Asien, wegen der Kosten
  • Prototypen und Entwicklung: Europa, wegen Tempo und technischer Zusammenarbeit
  • Serienmengen: Asien, wegen der Skalierung
  • Zweitquelle: Kritische Teile aus beiden Regionen, für Versorgungssicherheit

Ergebnis: Optimierte Gesamtkosten, geringeres Risiko, maximale Flexibilität.

Europa und Asien im Überblick

FaktorEuropaAsien
StückpreisHöherNiedriger (typisch 20–40 % Ersparnis)
LieferzeitKürzer (typisch 6–10 Wochen)Länger (typisch 12–16 Wochen)
Technische KomplexitätSehr gut bei komplexen TeilenGut bei Standardkonstruktionen
MindestmengeNiedriger (1–20 Stück)Höher (25–100 Stück)
QualitätskonstanzSehr hoch bei SpitzenlieferantenHoch bei geprüften Lieferanten
KommunikationEinfacher (Zeitzone, Sprache)Erfordert Koordination
FrachtkostenNiedriger (Land, Schiene)Höher (See, Luft)
ZertifikateEU-Konformität StandardVerfügbar, aber sorgfältig prüfen

Woher die Einsparungen tatsächlich kommen

Eine Prozentzahl allein sagt wenig – interessant ist, welcher Hebel sie erzeugt hat, denn nicht jeder greift bei jedem Teil. Wir nutzen fünf, und bei einer konkreten Anfrage sind meist nur zwei oder drei davon verfügbar.

1. Mengenbündelung und Verhandlungsposition

Gebündelte Nachfrage

Indem wir den Bedarf mehrerer Kunden zusammenfassen, erreichen wir Mengenrabatte, die einzelne Unternehmen nicht bekommen. Ein Lieferant kalkuliert 10 Stück anders als 100.

Langfristige Beziehungen

Über 50 Jahre Zusammenarbeit bedeuten bevorzugte Preise, bevorzugte Termine und Flexibilität bei Kapazitätsengpässen.

Zahlungsbedingungen

Wir übernehmen Zahlungsrisiko und Währungsmanagement. Der Lieferant kann günstiger anbieten, Sie behalten Ihre gewohnten Bedingungen.

2. Verfahrenswahl und fertigungsgerechte Konstruktion

Das richtige Verfahren

Schmieden, Giessen oder aus dem Vollen bearbeiten – die Verfahrenswahl bewegt die Kosten erheblich. Wir empfehlen das für Ihre Anforderung passende.

Werkstoffoptimierung

Häufig verlangt die Spezifikation einen Premiumwerkstoff, wo eine Standardsorte genügen würde. Wir zeigen, wo Spielraum besteht, ohne Eigenschaften zu opfern.

Toleranzen hinterfragen

Enge Toleranzen kosten Geld. Wir klären, welche Masse wirklich Präzision brauchen und wo Standardtoleranzen reichen.

3. Zwischenhandel und versteckte Aufschläge vermeiden

Klassische Beschaffungsketten haben mehrere Stufen, von denen jede ihre Marge nimmt:

Klassische KetteAufschlagÜber INTEGEffekt
Werk → lokaler Agent+15–25 %Direkte Werksbeziehungentfällt
Agent → Distributor+10–15 %INTEG als einziger Partnerentfällt
Distributor → Sie+20–30 %Transparente Preisbildungklare Struktur
Gesamtaufschlag45–70 %Eine Margeerhebliche Ersparnis

Was wir dafür berechnen

Wir berechnen eine faire Marge für Fachwissen, Qualitätssicherung und Projektabwicklung – lassen dafür aber mehrere unnötige Stufen weg. Unter dem Strich stehen niedrigere Gesamtkosten als in der klassischen Beschaffung, bei deutlich mehr Leistung.

4. Qualität, die Gesamtkosten senkt

Das klingt widersprüchlich, ist aber so: höhere Qualität senkt die Gesamtkosten.

Keine Nacharbeit

Wenn Teile beim ersten Mal stimmen, entfallen Nacharbeit, Terminverzug und Eilaktionen. Ein gutes Teil schlägt drei günstige, die die Prüfung nicht bestehen.

Weniger Prüfaufwand

Gleichbleibende Qualität geprüfter Lieferanten bedeutet weniger Wareneingangsprüfung – aus „vertrauen und prüfen“ wird „seltener prüfen“.

Weniger Gewährleistung

Feldausfälle sind um Grössenordnungen teurer als Werksausschuss. Gute Bauteile reduzieren Reklamationen und schützen Ihre Kundenbeziehung.

Produktionssicherheit

Zuverlässige Lieferanten bedeuten keine Stillstände. Die Kosten einer stehenden Linie übersteigen jede Stückpreisersparnis bei Weitem.

5. Rohlinge lagern statt Fertigteile bestellen

Einer der wirksamsten Hebel bei wiederkehrenden Bauteilen sieht gar nicht nach Einkauf aus. Statt das Fertigteil jedes Mal neu zu bestellen, kaufen wir die Rohlinge in grösserer Menge, legen sie ein und bearbeiten sie bei Bedarf fertig.

Ein Kunde, der geschmiedete Flansche bezieht, ist das klarste Beispiel. Wir bestellen keine Flansche, sondern gewalzte Ringe in Menge und drehen die Flansche daraus auf Abruf. Alles Langsame am Bauteil – Schmelze, Pressentermin, Ringwalzen, Wärmebehandlung – ist bereits geschehen und liegt im Lager. Übrig bleibt die Bearbeitung, und die geht schnell. Das hat die Lieferzeit für einen fertigen Flansch von über zehn Wochen auf dreieinhalb gebracht.

Der Preis bewegt sich in dieselbe Richtung, nicht dagegen. Ringe als eine Bestellmenge kosten pro Stück spürbar weniger als dieselben Teile einzeln, weil der Lieferant einmal rüstet, aus einer Schmelze schmiedet und die ganze Charge gemeinsam wärmebehandelt. Auf diesem Programm waren das rund 8 % auf den Stückpreis – bescheiden neben der Lieferzeit, aber jedes Jahr wieder.

Der Preis dafür ist Lagerbestand: Jemand muss die Rohlinge und den Platz bezahlen. Das lohnt sich, wo der Bedarf einigermassen planbar und das Teil wiederkehrend ist – und lohnt sich nicht, solange die Konstruktion noch in Bewegung ist. Wo das gebundene Kapital das Hindernis ist, übernehmen wir den Bestand: siehe unsere Fallstudie zur Konsignation.

Risiken in der globalen Beschaffung beherrschen

Kostenvorteile nützen nichts, wenn Termin oder Qualität nicht verlässlich sind. Zur strategischen Beschaffung gehört deshalb Risikomanagement:

Qualitätsrisiko

Vorqualifizierung

Gründliche Prüfung vor dem ersten Auftrag schliesst ungeeignete Lieferanten früh aus. Wir besuchen die Werke, auditieren die Prozesse und prüfen die Fähigkeiten persönlich.

Rückverfolgbarkeit

Lückenlose Kette vom Stahlwerk bis zum fertigen Teil: Werkszeugnisse, Chargennummern, Prüfberichte.

Fertigungsbegleitende Prüfung

Kritische Prüfpunkte während der Fertigung erkennen Abweichungen früh. Wir prüfen nicht nur das fertige Teil, wir begleiten den Prozess.

Fremdüberwachung

Wo gefordert, koordinieren wir unabhängige Laborprüfungen für mechanische Kennwerte, chemische Zusammensetzung und zerstörungsfreie Prüfung.

Terminrisiko

Realistische Termine

Wir planen Puffer auf Basis der Erfahrung ein, nicht auf Basis optimistischer Zusagen.

Zweitquelle

Für kritische Bauteile bauen wir zwei Quellen auf – eine europäische, eine asiatische – als Rückfallebene.

Sicherheitsbestand

Bei planbarem Bedarf hilft ein strategischer Bestand, Schwankungen in der Lieferkette abzufangen.

Logistikpartner

Etablierte Speditionsbeziehungen sorgen für verlässlichen Transport, Verzollung und Sendungsverfolgung.

Finanz- und Compliance-Risiko

Zahlungsrisiko

INTEG trägt das Zahlungsrisiko gegenüber dem Lieferanten. Sie zahlen uns zu Standardbedingungen; wir steuern Werkszahlungen und Währungsrisiko.

Regelkonformität

Wir stellen sicher, dass Lieferanten die einschlägigen Vorschriften erfüllen – Stoffbeschränkungen (RoHS, REACH), Sicherheitszertifikate, Exportkontrolle.

Vertragsgestaltung

Klare Bedingungen, Schutz des geistigen Eigentums und Haftungsregelungen sichern Ihre Interessen ab.

Laufende Beobachtung

Wir verfolgen die finanzielle Lage der Lieferanten und die Marktbedingungen und warnen früh, bevor etwas Ihre Versorgung trifft.

Wie ein Einstieg abläuft

Der Ablauf bei INTEG

1

Erstgespräch (kostenlos)

Sie schildern Ihre aktuelle Situation und Ihren Bedarf. Sie erhalten:

  • Erste Einschätzung des Einsparpotenzials
  • Passende Lieferanten aus unserem Netzwerk
  • Grober Ablauf und Zeitrahmen
  • Unverbindlich – nur eine fachliche Einschätzung
2

Technische Prüfung

Sie stellen Zeichnungen, Spezifikationen und Anforderungen bereit. Unser Team analysiert:

  • Das optimale Fertigungsverfahren (Schmieden, Giessen, Bearbeiten)
  • Werkstoffwahl und mögliche Optimierungen
  • Kritische Masse gegenüber Toleranzspielraum
  • Prüf- und Zertifizierungsanforderungen
3

Lieferantenauswahl und Angebot

Wir ordnen Ihr Projekt den passenden Lieferanten zu und holen Angebote ein:

  • Mehrere Optionen (typisch europäisch und asiatisch)
  • Transparente Preisaufschlüsselung
  • Vergleich der Lieferzeiten
  • Technische Bewertung jeder Option
4

Pilotauftrag und Erstmuster

Wir beginnen mit einer kleinen Menge, um den Prozess zu belegen:

  • Qualitätsbasis mit Erstmusterprüfung festlegen
  • Lieferzeit und Kommunikation verifizieren
  • Preise und Lieferbedingungen bestätigen
  • Fähigkeiten des Lieferanten validieren
  • Risikoarmer Test einer neuen Lieferkette
5

Serie und kontinuierliche Verbesserung

Nach der Validierung geht es in die reguläre Fertigung:

  • Bestellrhythmus und Lagerstrategie festlegen
  • Laufende Qualitätsüberwachung und Lieferantenbewertung
  • Weitere Optimierungspotenziale erkennen
  • Zusammenarbeit auf weitere Bauteile ausdehnen

Was wir von Ihnen brauchen

  • Technische Zeichnungen: PDF oder CAD mit Massen und Toleranzen
  • Werkstoffangabe: Geforderte Sorte (z. B. 42CrMo4, C45 nach EN 10083)
  • Mengenangaben: Jahresmenge, Losgrössen, Bestellrhythmus
  • Qualitätsanforderungen: Prüfung, Abnahme, Zertifikate
  • Terminvorstellung: Wann werden die ersten Teile gebraucht, wann die Serie?
  • Aktuelle Preise (optional): Hilft uns beim Abgleich des Einsparpotenzials

Zeitlicher Ablauf

PhaseDauerWesentliche Schritte
Erstgespräch1 WocheAnforderungen sichten, erste Einschätzung
Technische Analyse und Angebot2–3 WochenLieferantenauswahl, Angebot, Empfehlung
Erstmusterfertigung8–14 WochenFertigung, Prüfung, Versand (je nach Komplexität)
Validierung und Freigabe1–2 WochenMassprüfung, Prüfungen, Serienfreigabe
Serienabrufe6–12 WochenLaufende Fertigung auf Basis des etablierten Prozesses

Worauf es hinausläuft

Fast alles oben lässt sich auf eine Gewohnheit zurückführen: das Programm kalkulieren, nicht das Teil. Ein Lieferant, der pro Stück günstiger und zweimal im Jahr zu spät ist, ist teurer als einer, der es nicht ist – und der Unterschied taucht in der verglichenen Position nie auf. Qualifizieren Sie vor der Vergabe, halten Sie für alles, worauf Sie nicht warten können, zwei Quellen, und fordern Sie nur die Prüfungen, aus denen Sie auch Konsequenzen ziehen: Jedes aus Gewohnheit verlangte 3.2-Zeugnis wird Ihnen berechnet.

Wo die geografische Frage landet, hängt vom Teil ab. Europa gewinnt tendenziell bei komplexer Arbeit in kleinen Mengen, wo Fracht und Qualifizierungsaufwand dominieren; Asien gewinnt tendenziell bei Wiederholmengen, wo sich Werkzeuge amortisieren und der Termin Luft hat. Die meisten unserer Kunden nutzen am Ende beides – zugleich die günstigste Versicherung gegen den Ausfall eines einzelnen Werks.

Sagen Sie uns, was Sie einkaufen

Schicken Sie uns ein Teil, das Sie heute beziehen – Zeichnung, Jahresmenge und was Sie derzeit zahlen. Wir sagen Ihnen, ob wir Spielraum sehen, welcher der oben genannten Hebel greift und wo in unserem Netzwerk wir es platzieren würden. Wenn wir glauben, Ihre bestehende Lösung nicht verbessern zu können, sagen wir das.

Anfrage senden

+41 44 406 20 00 | info@integag.ch

Kontakt